Glasfaser-Leerrohre am Höwischer Gemeindehaus
Breitband-Ausbau am Höwischer Gemeindehaus. (Foto: photo4press.com)

Ortschaftsrat: Corona lähmt Aktivitäten – Spaziergang für Baumpflanzungen geplant – Kein Interesse an Mitfahrbänken

Der Zufall wollte es, dass zur jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates am Donnerstagabend der aktuelle Glasfaser-Ausbau in Höwisch genau vor dem Gemeindehaus angekommen war. Drinnen zog das Gremium derweil ein positives Zwischenfazit zur Leerrohr-Verlegung. An rund drei Viertel aller Grundstücke im Dorf ist der Erschließungstrupp bereits vorbei. Lob gab es vom Ortschaftsrat sowohl für das Tempo als auch für die augenscheinliche Qualität der Arbeit. Als angenehmer Nebeneffekt der Gehweg-Aufnahme wurde die Beseitigung diverser Stolperfallen durch die Straßenbaum-Wurzeln betont. Gern hätte Ortsbürgermeister Frank Schumann auch über die weitere Zeitplanung insbesondere zur Realisierung der Hausanschlüsse berichtet. Jedoch habe er auf seine Nachfrage beim Zweckverband Breitband bisher keine konkrete Antwort erhalten.

Angesichts des weiterhin ungewissen Verlaufes der Corona-Pandemie vertagte der Ortschaftsrat die Planung von Aktivitäten wie Veranstaltungen und Arbeitseinsätze auf die nächste reguläre Ratssitzung am 1. Juli. Sofern es die Kontaktbeschränkungen dann erlauben, sollen interessierte Einwohner wenige Tage zuvor zu einem Abendspaziergang eingeladen werden. Ziel sei es dabei, Bedarf und Möglichkeiten von Baumpflanzungen an den abseits der Dorfstraße gelegenen Wegen zu erkunden.

Sehr positiv wurde die Anregung von Ortschaftsrätin Bettina Lenhart aufgenommen, künftige Neu-Höwischer mit Brot und Salz sowie regionalen Informationen zu begrüßen. Kritisch wurde in diesem Zusammenhang die mit dem Datenschutz begründete Nichtinformation des Gremiums über Einwohner-Veränderungen durch die Arendseer Stadtverwaltung eingeschätzt. Ungeachtet dessen will Höwisch die neue Form der Willkommenskultur ab sofort im Dorf etablieren. Dies soll nicht zuletzt symbolisch deutlich machen: „Jeder neue Einwohner ist für unsere gemeinsame Zukunft wichtig und bei uns herzlich willkommen.“ Dazu erfolgte ein einstimmiger Beschluss.

In seiner knapp zweistündigen Sitzung hat der Ortschaftsrat zudem ausführlich über die künftige Gestaltung des gemeinschaftlichen Treffpunktes am Spielplatz beraten. Nach dem im Januar erfolgten Abriss des desolaten Schuppens soll hier mit finanzieller Unterstützung aus dem Windanlagen-Sponsoring ein qualitativ hochwertiger Container angeschafft werden. Mehrheitlich verworfen wurde der ursprünglich geplante Kauf eines Festzeltes. Stattdessen favorisiert der Rat nun den Bau beziehungsweise Kauf einer festen dauerhaften Unterkunft. Die Details sollen – sobald von Corona ermöglicht – im Mitgliederkreis des Höwischer Heimatvereins diskutiert und beschlossen werden. Wie schon zuvor in anderen Arendseer Ortschaften hat sich jetzt auch der Höwischer Ortsrat mit der von Kaulitz angestoßenen Mitfahrbank-Initiative beschäftigt. In der Abwägung von Für und Wider sprach letztlich aber kein unterstützendes Argument für dieses Projekt. Insbesondere durch die örtliche Größe und Struktur sei im Bedarfsfall eher die direkte Ansprache von Nachbarn und Mitbewohnern praktikabel. Zudem ist Höwisch sehr gut an die Arendseer Buslinie angebunden.

Brot und Salz für künftige Neu-Höwischer
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