Corona-Ticker aus Salzwedel

Die tagesaktuellen Informationen des Altmarkkreises Salzwedel vom 2. April im Ticker-Format:

Altmarkkreis Salzwedel: Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen hat sich im Landkreis auf 17 erhöht. Bei den neuen Fällen sind Personen aus dem Bereich Klötze und Salzwedel betroffen. Bei der einen Person handelt es sich um einen Ehepartner eines Reiserückkehrers, der am 14. März aus dem Skiurlaub zurückgekehrt ist. Die andere Person wurde über Kontakte infiziert. Die Zahl der aktiven Quarantänefälle hat sich auf 46 verringert. Bei 150 Personen ist die Quarantäne inzwischen abgelaufen. Im Krankenhaus Gardelegen liegen drei Patienten auf der Corona-Station, zwei Personen davon sind aus dem Altmarkkreis, ein Patient aus dem Bördekreis. Auf der ITS wird zurzeit ein Corona-Patient behandelt.

Bürgertelefon: Der Altmarkkreis Salzwedel hat seit 14. März ein Bürgertelefon eingerichtet, täglich – auch an den Wochenenden. Das Bürgertelefon ist wochentags von 8 bis 16 Uhr zu erreichen. Ab Montag, 4. April, ist das Bürgertelefon an den Wochenenden zwischen 12 und 16 Uhr besetzt. Die Reduzierung der Erreichbarkeit an den Wochenenden resultiert aus dem gesunkenen Bedarf. Werde an den Wochenenden ein größerer Bedarf erkennbar, sollen die Zeiten angepasst werden. Telefon-Hotline: 03901/840-790, -791.

Informationen und Handlungsempfehlungen für Reiserückkehrer/-innen und Kontaktpersonen: Das Auswärtige Amt hat aufgrund der aktuellen Situation eine Reisewarnung für alle nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland ausgesprochen, da mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen im Reiseverkehr, mit Quarantänemaßnahmen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu rechnen ist.

Angesichts der zu befürchtenden Dunkelziffer an Infektionsfällen weltweit und der weiterhin rasant ansteigenden Fallzahlen wird eingeschätzt, dass ein Aufenthalt im Ausland zu einem überdurchschnittlichen Infektionsrisiko und Ansteckungsverdacht führt. Daher ist es wichtig, dass Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage außerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten haben, unabhängig von Symptomen – Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands als auch innerhalb auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Symptome, infolge einer Ansteckung mit dem Corona-Virus (SARS-CoV-2) treten nach derzeitigem Kenntnisstand innerhalb von 14 Tagen nach einer Infektion auf.

Um Infektionsherde frühestmöglich erkennen zu können, werden alle Reiserückkehrer gebeten, sich mit dem Altmarkkreis Salzwedel telefonisch in Verbindung zu setzen. Das Gesundheitsamt wird dann weitere, erforderliche Maßnahmen abstimmen – Telefon: 03901/840-570.

Gleiches sollten auch Personen beachten, die innerhalb der vergangenen 14 Tage in engem Kontakt mit Auslandsrückkehrern standen oder die innerhalb der zurückliegenden 14 Tage in engem Kontakt mit einem Corona-Infizierten standen oder die mit Personen in engen Kontakt standen, die innerhalb der vergangenen 14 Tage mit einem Corona-Infizierten Kontakt hatten.

„Diese Verfahrensweise ist zwingend erforderlich, um das medizinische Versorgungssystem generell und auch im Altmarkkreis Salzwedel vor einer Überlastung zu schützen“, betont Michael Ziche. „Leider wird vermehrt festgestellt, dass diese Problematik Reiserückkehrern gar nicht bewusst ist. Daher überlegt der Altmarkkreis Salzwedel per Allgemeinverfügung eine verpflichtende Meldung von Reiserückkehrern beim Gesundheitsamt anzuordnen, sofern sich der derzeitige Eindruck in den nächsten Tagen verstärkt“, macht der Landrat deutlich.

In den stationären medizinischen Einrichtungen werden vielfach Personen betreut, die durch eine Infektion mit dem neuen Erreger in besonders schwerer Weise gesundheitlich gefährdet werden. Daher sollten hier besonders zum Schutz dieser Personen Reiserückkehrer innerhalb der ersten 14 Tage nach Rückkehr nicht eingesetzt werden. Eine solche Verfahrensweise wird auch allen anderen Arbeitgebern angeraten.

Sollten Mitarbeiter Anzeichen von Fieber und sonstigen SARS-CoV-2-Symptomen wie trockener Husten, Schnupfen, Abgeschlagenheit oder Atemprobleme zeigen, wird zu besonderer Vorsicht geraten.

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