Ab Mitternacht gilt dritte Eindämmungsverordnung

Notbetreuung auch während der Ferien – Bußgeldkatalog sieht Geldstrafen bis 25.000 Euro vor

Sachsen-Anhalts Landesregierung hat am heutigen Donnerstag, 2. April, die dritte Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS‐CoV‐2 beschlossen. Diese werde am Freitag, 3. April, um 0 Uhr in Kraft treten. „Mit der Verordnung wird die zwischen den Bundesländern und dem Bund abgestimmte Entscheidung, die Kontaktbeschränkung zur verlängern, umgesetzt. Konkret bedeutet das, dass nunmehr bis zum 19. April der Aufenthalt im öffentlichen Raum weiterhin, nur alleine, mit einer einzigen weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushaltes gestattet ist, teilte dazu der Altmarkkreis Salzwedel mit.

„Das Verlassen der Wohnung beziehungsweise des Grundstückes bedarf auch über den 5. April hinaus eines triftigen Grundes. So wie Wege zur Arbeit, ein Arztbesuch oder Einkäufe, die zur Versorgung erforderlich sind, entsprechen diesen bisherigen Gründen. Gut ist, dass das Land Niedersachsen es ab dem kommenden Wochenende auch wieder Privatkunden ermöglicht, in den Baumärkten vor Ort einzukaufen. So dürfte sich der Baumarkttourismus in den letzten Wochen in unserem Landkreis erledigt haben“, sagte Landrat Michael Ziche.

Laut Information der Altmarkkreis-Verwaltung werden die Schulen in den geplanten Osterferien nicht in den Ferienmodus übergehen. Das bedeute, dass die Notbetreuung auch in den Schulen aufrechterhalten werde. Der Landkreis werde für die Kinder, die in der Notbetreuung sind, wie gehabt die Beförderung sichern, so Michael Ziche.

Gemäß des Bußgeldkataloges für Ordnungswidrigkeiten nach dem Infektionsschutzgesetz im Zusammenhang mit der dritten SARS-Co V-2 Eindämmungsverordnung in Sachsen-Anhalt sollen insbesondere Verstöße gegen die Ver­bote von Veranstaltungen, Versammlungen, Aufzügen, Zu­sammenkünften und Ansammlungen sowie Verstöße gegen Einrichtungsschließungen als Straftat ahnden. Mögliche Strafen bis zu 25.000 Euro drohen.

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